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Angela Merkel nahm Kontakt mit der Bundespräsidentin auf (Archiv) Quelle: key
Angela Merkel nahm Kontakt mit der Bundespräsidentin auf (Archiv) Quelle: key

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wegen des Streits um gestohlene Bankkundendaten mit Bundespräsidentin Doris Leuthard telefoniert. Es war das erste Gespräch auf höchster Ebene und es habe in «konstruktiver Atmosphäre» stattgefunden, hiess es auf beiden Seiten.

Das Telefongespräch machte in Berlin der deutsche Regierungssprecher Ulrich Wilhelm publik und wurde von Leuthards Departement auf Anfrage bestätigt: Das Gespräch habe bereits am vergangenen Samstag stattgefunden und sei das erste auf dieser höchsten Ebene seit Beginn der Affäre gewesen.

Leuthard und Merkel seien sich einig gewesen, dass die guten nachbarschaftlichen Beziehungen durch die aktuellen Differenzen nicht belastet werden sollten, sagte der deutsche Regierungssprecher. Merkel habe die «konstruktive Haltung» der Schweiz «als Beitrag zur notwendigen Versachlichung» begrüsst.

Bundespräsidentin Leuthard habe Merkel zugesichert, dass die Verhandlungen über ein Doppelbesteuerungsabkommen fortgesetzt würden, sagte Christophe Hans, Sprecher des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements. Die dritte Verhandlungsrunde beginne im März. Auch Hans sprach von einer konstruktiven Atmosphäre.

Die Regierung in Berlin befürwortet den Ankauf von gestohlenen Bankkundendaten durch die Bundesländer. Der Bundesrat hingegen missbilligt dies.

Nach dem Bundesland Nordrhein-Westfalen wollte auch die die Regierung von Baden-Württemberg über den Kauf von gestohlenen Bankdaten entscheiden. Wegen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Regierung wurde der Entscheid allerdings vertagt, eine anberaumte Kabinettssitzung fand erst gar nicht statt.

Ausgelöst wurde der jüngste Steuerstreit zwischen der Schweiz und Deutschland vor gut einer Woche, nachdem ein Unbekannter dem Bundesland Nordrhein-Westfalen eine Steuerdaten-CD angeboten hatte. Mit dem Segen der Bundesregierung entschieden sich die Behörden für den umstrittenen Handel.

Quelle: Schweizerische Depeschenagentur

Letztes Update: 08.02.10, 18:24 Uhr

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51 Kommentare zum Thema:
Snuge
12.03.10 15:48 Uhr
Ueberigens: es macht doch nichts, dass es 15'000 Bankkunden betrifft - die meisten von Euch die hier schreiben, sind wohl kaum betroffen. Also: was schert es Euch.
Wenn Ihr selber betroffen wärt, wäre das Geschrei wohl gros......
Snuge
11.03.10 17:01 Uhr
Auch so kann man eine Bank kaputt machen - jetzt laufen der HSBC wohl die Kunden davon.....
Anonymer User: Warum wohl
14.02.10 15:29 Uhr
wollen so viele ums Verrecken das Bankgeheimnis schützen, wer nichts zu verbergen hat,...
jeder hat irgenwo eine Leiche im keller, wer keine hat werfe den ersten Stein, Schöne Worte und keine Konsequenzen nicht nur bei der Kindererziehung ein heisses Eisen auch in der Politik wird hochgepokert. und andere dürfen bezahlen,
Snuge
12.02.10 16:08 Uhr
Eigentlich erstaunlich, dass Frau Widmer-Schlumpf einen Verräter fassen will. Sollte Sie das nicht auch in anderen Fällen tun??
Anonymer User: E.Meyer
11.02.10 18:21 Uhr
Frau Schlumpf, Sie sind aber süss!
Anonymer User: Singapur und Hongkong ...
11.02.10 16:16 Uhr
koennen sich viel leisten !
Sie sind doch bereits bei namhaften westlichen Firmen
gut beteiligt ...
Anonymer User: Ob sich Singapor und Hongkong
11.02.10 15:45 Uhr
es sich leisten können solche Geschäfte zu machen auch sie brauchen Handeslspartner aus dem Westen. Globalisierter Welthandel sind Regeln und Grenzen da voraussichtlich.
Thomi
11.02.10 09:11 Uhr
Ach, die nachbarschiftlichen beziehungen sollen nicht belastet werden? Das hätten sich die Deutschen vorher überlegen sollen. Dumm an der Sache: Unsere Regierung schwächelt so sehr....
Anonymer User: Fehlmann
09.02.10 19:49 Uhr
Hei, im März geht der Merz, ein Wunder?
Anonymer User: Deutscher
08.02.10 15:36 Uhr
Wenn die stolze Schweiz umfällt und das Bankgeheimnis auf Druck der Deutschen aufgibt, wird sich das Geld, dass bislang in der SChweiz für Wohlstand und Reichtum sorgte, eben in sichere Länder wie Hongkong oder Singapur gehen und dort den Wohlstand und den Reichtum merken.

Mit Hongkong und Singapur werden sich die Deutschen auch nicht getrauen, so umzugehen wie mit der Schweiz. Denn wenn dann ein deutscher finanzminister die 7. Kavallerie schicken will, steht die chinesische Armee bereit.
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