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US-Behörde: Rekord-Schneefall in Washington bestätigt

Kälte und Schnee in Washington Quelle: key
Kälte und Schnee in Washington Quelle: key

Die US-Ostküste erlebt einen Rekordwinter: Rund um die Hauptstadt Washington ist seit Beginn der Aufzeichnungen vor 126 Jahren noch nie so viel Schnee gefallen. Das öffentliche Leben lag entsprechend lahm.

An drei zentralen Messstationen wurden die bisherigen Rekorde eingestellt, teilte die Nationale Wetterbehörde mit. In Washington wurde der bislang gültige Rekord des Winters 1898/99 von insgesamt 138,2 Zentimetern am frühen Nachmittag gebrochen.

In Baltimore wurden derweil um die Mittagszeit, als weiter kräftig Schnee niederging, eine bisherige Gesamthöhe der Saison von 183,6 Zentimetern gemessen. Der bisherige Rekord aus dem Winter 1995/96 lag soweit bei 158,8 Zentimeter.

An Washingtons Internationalem Flughafen Dulles wurde der bisherige Schneerekord bereits am Dienstag gebrochen, wie die Nationale Wetterbehörde weiter mitteilte.

In Washington ging angesichts der Schneefront gar nichts mehr: Selbst um das Weisse Haus waren die Strassen wie ausgestorben. Die etwa 230'000 Angestellten der US-Regierung in der Region bekamen den dritten Tag in Folge frei. Pro Tag geht dem Staat dadurch Arbeit im Wert von etwa 100 Millionen Dollar verloren. Schulen blieben geschlossen und die Post wurde nicht zugestellt. Das US-Repräsentantenhaus und der Senat pausierten.

Busgesellschaften stellten den Betrieb ein. Die U-Bahn in der Region Washington fuhr nur im unterirdischen Teil ihres Streckennetzes. In einigen Supermärkten in Washingtons Innenstadt gingen Milch und frisches Brot aus, weil die Belieferung zusammenbrach.

Auf den Flughäfen im Städtedreieck Washington-New York-Philadelphia wurden so gut wie alle Flüge gestrichen. "Bleiben Sie zu Hause, meiden Sie die Strassen", rieten die Meteorologen.

Und noch ist kein Ende in Sicht: Meteorologen sagten voraus, dass es gebietsweise bis in die Nacht zum Donnerstag durchschneien könnte. Das Zentrum der Schlechtwetterfront verlagere sich dann aber nach New York.

Quelle: Schweizerische Depeschenagentur

Letztes Update: 10.02.10, 22:40 Uhr

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