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Zürich präsentiert sich in Schanghai

Gemeinsamer Pavillon: Hier wollen Zürich, Basel und Genf zeigen, wie sich ein nachhaltiges Wassermanagement positiv auf die urbane Lebensqualität auswirkt. (zvg) Quelle: LiZ
Gemeinsamer Pavillon: Hier wollen Zürich, Basel und Genf zeigen, wie sich ein nachhaltiges Wassermanagement positiv auf die urbane Lebensqualität auswirkt. (zvg) Quelle: LiZ

«Better Water – Best Urban Life» – unter diesem Motto wird sich Zürich gemeinsam mit Basel und Genf an der kommenden Weltausstellung in Schanghai präsentieren. Ein Auftritt, mit dem Zürich auf seine hohe Qualität als Wirtschafts- und Lebensraum aufmerksam machen will.

Martin Reichlin

Es ist eine Premiere für Zürich sowie über 50 weitere Städte rund um den Globus: Erstmals seit der Erfindung der Weltausstellung 1851 in London dürfen sich auch die Metropolen auf der Leistungsschau der Nationen präsentieren. Eine 15 Hektaren grosse Fläche wird ihnen an der Expo 2010 mit dem Titel «Better City, Better Life» (Bessere Stadt, besseres Leben) im chinesischen Schanghai zur Verfügung stehen.

In dieser «Urban Best Practice Area» (etwa: Beste städtische Methode) genannten Zone können die Städte auf Einladung der Organisatoren «Programme und Methoden zeigen, mit denen sie die Qualität des städtischen Lebens in der Welt verbessern», wie die Expo schreibt.

Besseres Zürcher Wasser

Zürich wird, gemeinsam mit Basel und Genf, mit einem Pavillon vertreten sein, der den Namen «Better Water - Better Life» (Besseres Wasser - besseres Leben) trägt. Es ist der erste gemeinsame Auftritt der drei Städte im Ausland und soll zeigen, wie sich Investitionen in nachhaltiges Wassermanagement positiv auf die urbane Lebensqualität auswirken, wie «Stadtentwicklung Zürich» etwas umständlich schreibt.

Brigit Wehrli, Direktorin des Stadtentwicklungsbüros, erklärt: «Unser Thema ist die zunehmende Bedeutung von sauberem Wasser für die Lebensqualität in städtischen Gebieten und die Anstrengungen, die Schweizer Städte im Umgang mit dieser Ressource unternehmen.» Für die Besucher des Wasser-Pavillons würden dazu drei Ebenen eingerichtet. Wehrli: «Auf der ersten Ebene der allgemeinen Information werden die Gäste quasi ‹übers Wasser› gehen und dabei auf einem 360-Grad-Panorama einen ersten Eindruck der drei Städte erhalten - eine Präsentation für die Ungeduldigen, die wenig Zeit haben.»

Für diejenigen, die sich mehr Zeit nehmen wollen, werde auf einer zweiten Ebene auf Bildschirmen anschaulich gemacht, wie die Schweizer Städte mit Wasser umgehen und welchen Gewinn an Lebensqualität sich für die Bewohner daraus ergibt. «Wir erklären zum Beispiel, wieso in Zürich kein Chlor eingesetzt werden muss, um das Trinkwasser aufzubereiten», so Brigit Wehrli. «Oder weshalb man in Basel, nur 300 Meter unterhalb der Chemiestandorte in Schweizerhalle, gefahrlos im Rhein schwimmen kann.»

Für Fachdelegationen sowie die Sponsoring-Partner des Pavillons können schliesslich im Auditorium Filme oder Präsentationen gezeigt und Veranstaltungen durchgeführt werden.

Geteilte Finanzierung

Der Preis für den Pavillon des Basler Gestaltungsbüros «Stauffenegger & Stutz» beläuft sich auf insgesamt 4,6 Millionen Franken. Kosten, die sich die drei Städte und private Partner teilen. Brigit Wehrli: «Zürich beteiligt sich, ebenso wie Basel und Genf, mit einer Million Franken am Projekt. Das Geld wird aufgrund eines Stadtratsbeschlusses über drei Jahre hinweg, in Tranchen von einmal 100 000 und zweimal 450 000 Franken, aus dem Budget von Stadtentwicklung Zürich bereitgestellt.» Die restlichen 1,6 Millionen würden von Partnern und Sponsoren, darunter die Swiss Re, Novartis, die Uhrenfirma Titoni oder die Stiftung Finanzplatz Basel aufgebracht.

Wehrli ist überzeugt, dass dieses Geld für Zürich und die beiden Partnerstädte allemal gut angelegt ist. «Es ist das erste Mal überhaupt, dass eine Weltausstellung uns die Möglichkeit bietet, mit einer eigenen Ausstellung präsent zu sein. Unser Auftritt versteht sich denn auch mehr als Beitrag zum Standortmarketing der Region Zürich, weniger als Tourismuswerbung.» Zürich stehe heute in einem globalen Wettlauf der Regionen um Unternehmen und qualifizierte Arbeitskräfte. In Schanghai wolle man sich deshalb als attraktiven und innovativen Standort präsentieren. Wehrli: «Unser Zielpublikum werden hauptsächlich Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sein.»

 

Quelle: Limmattaler Zeitung

Letztes Update: 16.11.09, 18:23 Uhr

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