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Tote Lehrtochter: Kommt der Täter aus dem Aargau?
Die Spuren der 17-jährigen Lehrtochter Boi, die im Tessin auf mysteriöse Weise ums Leben kam, führen in den Kanton Aargau. Die Schwyzerin soll vor ihrem Tod mit mehreren Personen aus dem Mittelland in Kontakt gestanden haben. Die Kantonspolizei ermittelt.
Sven Zaugg
Seit dem grausigen Fund der toten Boi Ngoc Nguyen im tessinerischen Sessa vor zwei Wochen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Und es scheint ganz so als verfolge die Polizei eine heisse Spur - diese führt in den Kanton Aargau.
Die Lehrtochter aus dem Kanton Schwyz sei vor ihrem Verschwinden mit mehreren Personen aus dem Mittelland in Kontakt gestanden, bestätigt Bernhard Graser von der Kantonspolizei gegenüber «a-z.ch».
«Wir ermitteln im Umfeld der Verstorbenen, mehr können und wollen wir zu diesem Zeitpunkt nicht sagen», gibt sich Graser zugeknöpft. Nur, «dass mehrere Kantone beteiligt sind.»
Wer ist «Chris»?
Besonders verdächtig, schreibt der Blick, sei ein «mysteriöser» Mann, der sich «Chris» nennt. Er soll aus dem Kanton Aargau kommen. Kennengelernt hätten sich Boi und der Unbekannte beim Chatten über Netlog.
Vor ihrem Verschwinden habe die Vietnamesin sehr viel telefoniert; «war fröhlich, wirkte verliebt», schreibt die Zeitung weiter. Wer ist dieser «Chris»? Telefonierte die junge Boi etwa mit ihm? Hat dieser Unbekannte etwas mit dem Tod der 17-jährigen Lehrtochter zu tun? Handy und Labtop der Verstorbenen sollen darüber Aufschluss geben.
Warum reiste Boi ins Tessin?
Mysteriös mutet die Reise der Lehrtochter in Richtung Italien an. Am Freitag, 7. August 2009, verlässt sie das Elternhaus. Boi sagte, dass sie nach Zürich gehe. In Arth-Goldau SZ steigt sie um in einen Zug Richtung Tessin.
Am Sonntag, 9. August wird sie in der Badi von Sessa gesehen. Und am Mittwoch, Tag sechs, war sie im Manor-Restaurant in Lugano. Spürhunde verfolgen ihre Fährte zum Bähnlein nach Ponte Tresa. An der Grenze verliert sich jede Spur.
Aufrufe in der RAI-Sendung «Chi l'ha visto?», dem italienischen Pendant von «Aktenzeichen XY ... ungelöst», fruchteten wenig. Ein Mitarbeiter eines Campingplatzes erklärte, er habe die junge Frau in der Badi von Sessa in Begleitung eines schwarz gekleideten Mannes gesehen.
Wie kam die Lehrtochter zu Tode?
Dem Fall angenommen hat sich auch die Mailänder Kriminologin Cristina Cattaneo. Die 47-jährige Italienerin hat vor 15 Jahren das Labor für forensische Forschung Anthropologie an der Mailänder Universität aufgebaut.
Cattaneo soll nun herausfinden, wie Boi zu Tode kam. Dabei hofft die Kriminologin auf Spuren aller Art: Reste, Splitter, und Fetzen sind bei Sessa in einem Gebiet mit einem Radius von Hundert Meter verstreut, zwischen Laub und Erde. Diese werden nun analysiert. Wann die ersten Ergebnisse publizierte werden, ist noch unklar.
Quelle: a-z.ch News
Letztes Update: 22.06.10, 11:57 Uhr
Chatrooms: «Man weiss doch nie, wer die Person wirklich ist»
Verdächtiger im Fall «Boi» soll Teilgeständnis abgelegt haben









Wir hätten sowohl auf den jugentlichen Schandtäter achtgebenn müssen, ihn erziehen, damit er zu einem wertvollen Mitglied unserer Gesellschaft geworden wäre, als auch, selbstverständlich überprüfen sollen, wohin sich ein naives Kind einfach mal hinbegibt, um einen unbekannten zu treffen.
Und wozu können die Eltern ihre ungeratenen Gofen von den Steuern abziehen?