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Küttigen: Kindergärtnerin vergass Kind!

Quelle: TeleM1

Eine Kindergartenlehrerin vergisst ein Kind.

Im Elternverein und in der Dorfgemeinschaft von Küttigen ist es das Gesprächsthema der Woche. In einem Kindergarten wurde vor einer Turnstunde ein Kind vergessen. Die Schulleitung bestätigte den Vorfall. Die exklusiven Details dazu lesen Sie hier.

Claudia Landolt

Kevin allein zu Haus: Für einen vierjährigen Bub wurde es Wirklichkeit.

Eine Kindergartenklasse aus Küttigen befand sich auf dem Weg zum wöchentlichen Turnunterricht. In der Turnhalle angekommen, registrierte die Lehrerin plötzlich, dass eines ihrer rund 20 Kindergartenkinder fehlte. Der kleine Junge (Name der Redaktion bekannt) war im Kindergarten geblieben. Er sass auf der Toilette, als seine Kollegen und Kolleginnen weggingen. Die Lehrerin hatte beim Aufbruch schlicht vergessen, nachzuzählen, ob alle Kinder mit dabei waren.

Eine Stunde und zehn Minuten allein

Erst als sich alle in der Turnhalle eingefunden und umgezogen hatten, merkte die Kindergärtnerin (Name der Redaktion bekannt) plötzlich, dass ein Schüler fehlte. Stimmen aus ihrem Umfeld behaupten, sie hätte panikartig reagiert. Immerhin realisierte sie ihr Versäumnis. Die Frau brach nach einer Weile die Turnstunde ab und ging mit der Klasse zurück in den (zugesperrten) Kindergarten, wo sich der Junge befand. Aber das dauerte: Rund eine Stunde und zehn Minuten. So lange war der kleine Junge unbetreut - eine lange Zeit für ein so kleines Kind.

Die verantwortliche Lehrerin bestätigte den Vorfall auf Anfrage von a-z.ch, wollte aber keine Details bekannt geben. Relativ aufgebracht verwies sie die Schreibende an die Schulleitung.

Dieser Schulleiter bestätigte auf Anfrage von a-z.ch das Ereignis. «Es ist tatsächlich passiert», erklärt Schulleiter Manfred Peier. Er betont allerdings, dass «die Schulleitung anderntags diese Angelegenheit zusammen mit den Eltern und der Schulpflege sowie der betroffenen Lehrerin geklärt hat. Die Lehrerin hat in einem schriftlichen Brief an die betroffenen Eltern zudem ihr Bedauern ausgedrückt. Damit ist für uns die Angelegenheit erledigt.»

Ein bedauerlicher Fehler

Es sei ein bedauerlicher «Fehler», dass die Lehrerin die Kinder nicht nachgezählt habe. Besagte Frau sei seit 30 Jahren im Dienst, und so etwas sei ihr noch nie zuvor widerfahren. Auch die anderen Eltern der Kindergartenklasse sei in einem schriftlichen Brief über den Vorfall aufgeklärt worden. Gewisse Elternteile in Küttigen haben nach eigenen Aussagen einen solchen Brief aber gar nicht erhalten.

Bleibt dennoch die Frage, wie so etwas passieren kann. Immerhin gehört es zur obersten Sorgfaltspflicht eines Lehrers, bei Unternehmungen darauf zu achten, dass alle Kinder dabei sind - schliesslich vertrauen die Eltern darauf.

In anderen Kindergarten des Kantons finden insbesondere Turn- und Waldlektionen oft im sogenannten Partnerunterricht statt, also in Anwesenheit einer zweiten Lehrkraft - wohl wissend, wie aufwändig es ist, mit einer grossen Anzahl Kindern zwischen 4 und 6 Jahren, kindergartenexterne Unternehmungen durchzuführen. Die Handhabung dieser sogenannten Partnerlektionen, deren Anzahl vom Kanton vergeben wird, ist jedoch von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. In Küttigen beispielsweise werden die Prioritäten offensichtlich anders gesetzt. Diese Partnerlektionen werden explizit nicht für Turnen oder Waldstunden eingesetzt, sondern bevorzugt für den kognitiven und sozialpädagogischen Unterricht.

 

Quelle: a-z.ch News

Letztes Update: 27.11.09, 07:25 Uhr

39 Kommentare zum Thema:
Anonymer User: Anina
30.11.09 15:57 Uhr
haha Kasper! Du sprichst mir aus der Seele. Und bravo Snuge!
Anonymer User: Erlinsbacherin
27.11.09 14:41 Uhr
Frau Landolt, ich glaube Sie haben vergessen wie ihr Arbeitgeber heisst. Er heisst AZ und nicht Blick...!!! Hören Sie mit dem Geschrei endlich auf und lassen Sie diese Kindergärtnerin in Ruhe. Man könnte meinen, das Kind hätte deswegen nun ein Trauma fürs Leben...!
Anonymer User: wayne
27.11.09 13:21 Uhr
ned umschöscht isch d az die gröscht scheiss ziitig!!
Anonymer User: Manu
27.11.09 08:55 Uhr
die Ki.-Gärtnerin hat sicher sehr viel Erfahrung! Und die Mutter wahrscheinlich ihre Wurzeln vergessen...
Snuge
27.11.09 08:50 Uhr
Schön hat die AZ wieder jemanden, auf den sie mit dem Finger zeigen können. Schliesslich sind die AZ-Reporter ja so unfehlbar!
Händer's jetzt dänn öppe???
Das geht nun die Presse wirklich nichts an. Das ist mit der Schulleitung, Eltern und allenfalls Schulpflege zu klären. Und nicht in der Presse breitzutreten!
Anonymer User: Kasper
27.11.09 07:42 Uhr
.." einfach das Telefon aufgehängt " - und sowas dem M1-Reporter !!!!! Ich lache jetzt noch, wie wichtig nehmen sich Reporter und Journalisten denn ? Lässt Claudia Landolt hier Beziehungen spielen, um ihren Bericht von anderer Seite dramatisch unterstützen zu lassen, oder springt M1 auf diesen Zug freiwillig mit auf.....

Anonymer User: Silvia M.
27.11.09 07:34 Uhr
Wie lang will die AZ das noch bringen? Ist doch schön, haben wir nur solche Probleme! Pfui... Und auch ein Pfui an die Eltern - hoffe doch sehr sie sind fehlerfrei!
Habe auch 2 Kinder, aber solch ein Drama... Was soll das?
Anonymer User: Mervin
26.11.09 21:09 Uhr
Mobbing in seiner reinsten Stufe.
Snuge
26.11.09 13:01 Uhr
Nein, Thomi, hier geht es nur um "Sensation" und - vor allem: Fingerpointing!
Thomi
26.11.09 12:07 Uhr
Ein Geschrei wegen nichts. Hat die AZ immer noch ein "Sommerloch", weil solche Artikel erscheinen? Oder könnt ihr es wirklich nicht besser?
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