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Fünf Fricktaler Studenten in China
Fünf junge Fricktaler nehmen demnächst Kurs auf China: Die Gruppe von Bachelor-Studenten der Fachhochschule Nordwestschweiz wird sowohl Universitäten als auch Unternehmen besuchen und dabei die Theorie in die Praxis umsetzen.
Werner Hostettler
Im Rahmen eines Auswahlverfahrens mit hohen Ansprüchen von der Fachhochschule Nordwestschweiz selektioniert, bereiten sich Michael Döbeli, Herznach, Irene Friedli, Zuzgen, Dusanka Stevanovic, Stein, Tanja Weiss, Laufenburg, und Stefan Zumsteg, Densbüren, diese Woche in einem Seminar intensiv auf ihre bevorstehende Studienreise nach China vor. Deren Ziel ist es, das angeeignete theoretische Wissen vor Ort in die Praxis umzusetzen. Mit Besuchen bei lokalen Universitäten und Unternehmen sollen sowohl die interkulturelle Kompetenz als auch der Wissenstransfer und der Ausbau des Beziehungsnetzwerkes der Studierenden gefördert werden.
Chinas Urbanisierung
Passend zur Weltausstellung 2010 in Schanghai lautet das Motto des Vorbereitungsseminars «Doing Business in a Rapidly Urbanizing China». Dazu der 24-jährige Projektleiter Stefan Zumsteg: «Die Urbanisierung Chinas der vergangenen 20 Jahre war einer der Hauptfaktoren für das unglaublich schnelle Wirtschaftswachstum der letzten zwei Dekaden.» Die angesprochene Urbanisierung ziehe vielschichtige Konsequenzen nach sich und sei für die chinesische Zentralregierung zudem eine der grössten Herausforderungen der nahen Zukunft.
Im Rahmen des Vorbereitungsseminars werden denn auch Aspekte wie nachhaltiges Bauen oder durch die Urbanisierung hervorgerufene soziale Probleme thematisiert.
Chinesisches Recht
Zudem wird den für den zweiwöchigen China-Trip ausgewählten Studierenden eine Einführung in das chinesische Recht geboten und werden ihnen Informationen zum Patentschutz oder Hinweise zur Geschäftstätigkeit mit chinesischen Partnern vermittelt. Dazu wird auch die Rolle der Schweiz in China dargelegt. Der Haupt-fokus der Studienreise liegt laut Zumsteg auf dem Wissenstransfer mit Managern, Regierungsbeamten, Universitäten und Studierenden.
Erstmals als Destination ins Programm aufgenommen wurde Tianjin, die wichtigste Hafenstadt Nordchinas und interessante Metropole zugleich. Stefan Zumsteg: «Ein besonderes Highlight wird zweifellos der Besuch im dortigen Airbus-Endmontagewerk sein, ist dies doch das erste Werk dieser Art ausserhalb Europas.» Die Studierenden werden aber auch «Musterstädte» besuchen können und so die Gelegenheit bekommen, die detailliert geplante und durchorganisierte Urbanisierung Chinas direkt «mitzufühlen».
Die Fricktaler Gruppe fliegt hochmotiviert ins Reich der Mitte, sie betrachtet die Studienreise auch als echte Chance und Herausforderung. Die 23-jährige Tanja Weiss: «Uns wird die Möglichkeit geboten, auch dort einen Augenschein zu nehmen, wo man als Tourist sonst nicht hinkommt. Zudem werden wir einen Einblick erhalten, wie sich Chinas Wirtschaft entwickelt, und dies wird für uns alle zweifellos sehr aufschlussreich sein.» Auf dem Programm steht weiter ein Besuch der Provinz Gansu und es könnte sein, dass die Fricktaler dort speziell angesprochen werden, verfolgte doch vergangenen November eine Delegation aus Gansu als Gast die Gemeindeversammlung in Frick.
Quelle: Aargauer Zeitung
Letztes Update: 09.02.10, 19:22 Uhr








