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«Flamingo hätte überleben können»

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00:02:09

Die Jagdverwaltung hat den Flamingo, der seit Wochen am Flachsee hauste, gestern vom Reservatsaufseher erlegen lassen. Der Vogel hätte den harten Winter eh nicht überlebt, so René Altermatt, der Leiter der Sektion Jagd und Fischerei beim Kanton.

Dieser Darstellung widerspricht Robert Zingg, Kurator am Zoo Zürich. «Der Vogel hätte sehr wohl überleben können. Der Umstand, dass er bisher nicht geschwächt war und letzte Woche noch geflogen ist, spricht eine deutliche Sprache», sagt Zingg gegenüber a-z.ch. Bei Futterknappheit wäre das Tier längst geschwächt gewesen, so Zingg.

Die Ornithologen der Vogelwarte Sempach haben das anders beurteilt und René Altermatt, Leiter der Sektion Jagd und Fischerei beim Kanton beschieden, dass der Hungertod nur eine Frage der Zeit sei, so Altermatt. Der Flamingo brauche eiweissreiche Nahrung, ein paar Algen reichten nicht, so die Sempacher Ornithologen.

Der Vogel, der seit ein paar Wochen am Flachsee hauste, gehörte dem Zürcher Zoo. Dieser hat das Fehlen des Flamingos allerdings erst am Wochenende bemerkt, nachdem er seinen Bestand endlich gründlich gezählt hat. «Uns ist beim Zählen ein Fehler unterlaufen», gibt Zingg heute offen zu. Es sei eben nicht ganz einfach, die Vögel zu zählen. Der Zürcher Zoo besitzt über 50 Flamingos. Um sie zu zählen, müsse man sie einfangen, sagt Zingg. «Das machen wir sehr ungerne».

Beim ersten genauen Zählen, dass Mitte letzter Woche vorgenommen wurde, hat man sich offenbar verzählt. Am Wochenende haben die Verantwortlichen eine Nachzählung veranlasst und dieses Mal auch Buch führen lassen. Erst da ist der Zählfehler entdeckt worden. Zuvor hatte der Zürcher Zoo sich darauf beschränkt, die Tiere in Freiheit zu zählen, was kaum brauchbare Ergebnisse liefert.

Gestern Montag haben die Zürcher laut Zingg die Aargauer Behörden zu informieren versucht, diese aber nicht erreicht.

Hätten die Aargauer entschieden, den Flamingo einzufangen statt abzuschiessen, sie wären ihn leicht losgeworden. «Wir hätten ihn genommen», sagt Zingg. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Vogel dem Zoo gehört habe oder nicht. (rsn)

 

Quelle: a-z.ch News

Letztes Update: 12.01.10, 15:56 Uhr

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75 Kommentare zum Thema:
Anonymer User: A.Sommerhalder
01.05.10 21:14 Uhr
wenn man gewissen Beamten das Vorschriftenbüchlein wegnehmen würde, könnten sie vielleicht den Denkapparat aktivieren. Wie kommen gewisse Leute zu gewissen Pösteli?? Wer wählt solche komische Köpfe??
Anonymer User: wefahr
30.04.10 22:03 Uhr
Scheint mir, ein Flamingo hätte etwas zur Artenvielfalt beigetragen! Nun ist die Sache unterm Teppich, wie gewohnt. Und der Flamingo, durch menschliche Dummheit und Schiesswut ins Jenseits befördert wird nicht zurückkehren und ähnliche Fälle werden sich leider auch weiterhin wiederholen, solange immer jemand bereit ist schützend vor den Fehlbaren zu stehen.
Anonymer User: Wahrlich im Spiegel der Zeit..
30.04.10 11:56 Uhr
Bunte Paradiesvogel ohne Erlaubnis eingeflogen, mmusste rechtens abgeschossen werden, das Gesetz will's, der gesunde Menschenverstand bleit ?? Akte geschlossen, im Schrank verstaut,Türe zu, Schlüssel weg..bis zum nächsten Fall!
So ist es. Herr im eigenen Haus, wir pflegen das Falsche Institution, Struktur, und Gesetze, nur mit der UmsetzungsKultur hapert es gewaltig, wir stellen nicht Menschenwürde ins Zentrum, sondern Rendite. Geld-Gier-Macht Sinnvoll- widersinnig? Wie lange noch so weiter ?
Anonymer User: Der nächste Abschuss steht bevor
23.04.10 18:47 Uhr
ALV startet eine Initiative Schule mit Lehrpersonen, Das wird der SP-Flamingo mitten in der Krise.
mit Lohnforderungen mitten in der Krise - den Kapitalismus überwinden wohl wahrlich ein Bubenstreich, Wenn das nur gut geht,, Geht Sozialdemokratie entgültig baden,, so geht unsere soziale Sicherheits Rettungsinsel mit unter, sind wir uns dessen bewusst?
Anonymer User: Vorwärts
17.04.10 08:50 Uhr
Alle 3 Monate wieder zurück zum Flamingo-Abschuss, dem umstrittenen! Letztes Jahr war es auch so mit den Schwänen. - Ein Hund bellt, die Karawane zieht weiter!
Anonymer User: mich dünkt
16.04.10 16:31 Uhr
wir können in allen Belangen niht mehr auf drei zählen, Schande für unser Land,
Anonymer User: Curd Robber
16.04.10 14:32 Uhr
Ganz klar ein Ablenkungsmanöver unfähiger Politiker von wirklichen Problemen. Hier werden Sitzungsgelder verschleudert – Sicherheit und Wohlergehen des Volkes ist da nur zweitrangig. Ich hoffe, die Wähler geben solchen Politkern bei den nächsten Wahlen die Quittung!
Snuge
16.04.10 10:43 Uhr
Mich erstaunt hier nur, dass der Zoo Zürich nicht verantwortlich gemacht wird. Das man da nicht mal zählen kann, ist doch ein wenig irritierend. Das zum Wohle ALLER Tiere gehandelt werden musste, sollte doch einleuchten. Ich denke, jeder ist frei sich für solche Entscheidungsstellen zu melden. Aber das macht man dann wohl doch lieber nicht. Schliesslich ist es einfacher andere "anzuschiessen", als dann selber "angeschossen" zu werden, nicht wahr?!
Anonymer User: Vorschneller Abschuss
10.02.10 12:32 Uhr
Loswerden was nicht ins Konzept passt, - abgeschossen . leichter als einfangen . Kantönligeist auch hier. Wir schaffen es nicht - In herer Einigkeit von Brüdern und Schwestern aber Föderalismis noch heute eine heilige Kuh, wer an ihr rüttelt steht auf der Abschussliste. Angst und Geld regiert die Welt, das Vertrauen hat sich längst verabschiedet.
Misstrauen spriesst und fördert Missbrauch, Krritik Krise Kriterium
Thomi
01.02.10 12:27 Uhr
Dies sorgte in der Bevölkerung für heftige Proteste... so ein Quatsch, liebe AZ. Proteste gab es nur in den AZ-Kreisen (Grüne und SP). Die rational denkende Bevölkerung versteht die Handlung des Jagdaufsehers.
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