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Proteste gegen Biodiesel-Anlage
Die deutsche Umweltorganisation «Rettet den Regenwald» überschwemmt die E-Mail-Konten der Gemeindekanzlei Bad Zurzach und von Regierungsrat Peter C. Beyeler. Die Organisation protestiert mit der Aktion gegen den geplanten Bau einer Biodiesel-Anlage.
Der Entscheid der Gemeinde Bad Zurzach und des Kantons Aargau, die Baubewilligung für eine Agrosprit-Anlage in Bad Zurzach zu erteilen, hat länderübergreifend Protest ausgelöst. 9000 E-Mails haben die Gemeindekanzlei und der Regierungsrat Peter C. Beyeler bisher erhalten. «Und es sollen noch mehr werden», sagt Reinhard Behrend, Gründer von «Rettet den Regenwald» (www.regenwald.org), der die Protestaktion initiiert hat. Am Donnerstagmorgen sind es denn auch schon 11 000, wie das Regionaljournal Aargau Solothurn in seiner Morgenschau berichtet.
Die Green Bio Fuel AG will auf einem ehemaligen Industriegelände in Bad Zurzach 130 Millionen Liter Agrosprit pro Jahr produzieren. Der Rohstoff soll aus Moçambique in die Schweiz kommen. «Damit Schweizer Autofahrer mit vermeintlichem Biodiesel ein gutes Gewissen angeboten werden kann, werden in Moçambique Tropenwälder zerstört, Landrechte mit Füssen getreten und immer mehr Menschen in den Hunger getrieben», ist die Organisation «Rettet den Regenwald» überzeugt. Green Bio Fuel locke mit der Aussicht, dass auf diese Weise 200000 Tonnen CO eingespart werden könnten. Von der CO-Freisetzung durch die Tropenwaldrodung in Moçambique sei aber keine Rede. «Moçambique scheint den Verantwortlichen weit genug entfernt, um sich nicht weiter mit den Folgen ihres Handelns zu beschäftigen», so Reinhard Behrend. «Eine intensivere Prüfung scheint nötig.» Ganz anders klingt es von der anderen Seite: «In gewissen Bereichen gibt es bei Biotreibstoffen eine Konkurrenz zu den Lebensmitteln, aber nicht bei unserem Projekt», stellte der Mediensprecher der Green Bio Fuel AG letzte Woche klar. Geplant werde ein 100-prozentiger Einsatz der Pflanze Jatropha aus Moçambique, bei der die Sozial- und Ökobilanz hervorragend sei. Die Pflanze gedeihe in steppenähnlichen Gebieten und komme mit sehr wenig Wasser aus. (zi)
Quelle: Aargauer Zeitung
Letztes Update: 14.01.10, 06:56 Uhr
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Wie kann man nur so doof sein? Darf man so doof sein und zugleich in einer entscheidenden öffentlichen Funktion?
Kürzlich publizierte Studien, dass zum Beispiel 1% der Sahara-Fläche bestückt mit Solarkollektoren ausreichen würde, um die ganze Menschheit mit Energie zu versorgen, das Europäische Projekt Solartec in Nordafrika, sind intelligente Beispiele die auch für uns gelten.
Wenn Treibstoff aus pflanzlichen Abfällen hergestellt werden kann, muss das klar deklariert
C.a 50% der europäischen Biodieselkapzität von 16 Mio. Tonnen stehen praktisch still.