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Hochuli lässt abstimmen, ob Schumacher bleiben soll

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00:02:25

Die grüne Gesundheitsdirektorin Susanne Hochuli kaufe Politiker, werfen ihr die Grossräte Thierry Burkart (FDP) und Andreas Glarner (SVP) vor. Hochuli hat dem Grünliberalen Frakionschef Peter Schumacher mehrere Tausend Franken Honorar überwiesen, weil er eine Feedback-Runde präsentiert. Hochuli weist die Kauf-Vorwürfe vehement zurück, lässt über Schumachers Position aber abstimmen.

Gesundheitsdirektorin Hochuli weist die Vorwürfe, sie kaufe Politiker zurück. Genau das hatten die beiden Grossräte Burkart und Glarner behauptet. Grund für die Anschuldigung ist ein sogenanntes «Sounding Board». Dieses soll Hochuli Ideen zur anstehenden Revision des Krankenversicherungs-Gesetzes liefern.

Hochuli lässt nun ausrichten, dass dieses Board nicht eine Erfindung von ihr sei, sondern bereits unter ihrem Vorgänger Ernst Hasler (SVP) eingesetzt worden war. Und schon unter Hasler sei der Präsident der Gruppe für seinen Aufwand entschädigt worden. «Alle bisherigen Moderatoren haben für ihre aufwändige Arbeit Lohn erhalten», sagt Hochulis Generalsekretär Andreas Schmitter.

Laut Schmitter wird der Präsident dafür entschädigt, dass er Sitzungen organisiere und die Abläufe durchführe. Stein des Anstosses bildet der Umstand, dass Hochuli mit dem Grünliberalen Fraktionschef Peter Schumacher einen Politiker ins Amt gehievt hat. Schumachers Vorgänger waren keine Parlamentarier, wie Schmitter einräumt.

Genau daran stossen sich die beiden Kritiker. Schumacher hat fürs Amt ein Gehalt von 6250 Franken bezogen. «Ich finde es absolut nicht tolerierbar, dass Regierungsrätin Hochuli Politiker kauft», warf Thierry Burkart Hochuli in einem Beitrag von Tele M1 Hochuli vor. Schumacher sei immerhin Fraktionschef. So würden Parlamentarier für die Interessen eingespannt und seien nicht mehr neutral.

«Purer Unsinn»

Schumacher bezeichnet die Vorwürfe als «Puren Unsinn». Er moderiert laut Schmitter die Gruppe, da er bereits über Erfahrungen in einer ähnlichen Position verfügt. Um den Kritikern nicht weitere Angriffsflächen zu bieten, soll die Feedback-Runde nun aber darüber entscheiden, ob Schumacher sein Amt behält oder nicht.

Schmitter weist im übrigen darauf hin, dass alle Parteien im Gremium vertreten sind. Tatsächlich sitzen in der Runde auch Vertreter der SP, CVP, FDP, SVP und der Grünen. Dazu kommen Vertreter von Krankenkassen, Ärzten und anderen interessierter Gruppierungen. «Das Board hat ausschliessliche eine beratende Funktion», erklärt Schmitter. Hochuli wolle so alle Parteien in die Diskussion miteinbeziehen. Des Weiteren hat die Runde keine Entscheidungskompetenzen. (rsn)

 

 

 

Quelle: TeleM1

Letztes Update: 01.02.10, 21:46 Uhr

12 Kommentare zum Thema:
Anonymer User: Dirty Werni
02.02.10 17:22 Uhr
Dauergrinserin Hochuli verbreitet gerne eine künstlich erzeugte "Hochstimmung". Meines Erachtens reicht das in den seltensten Fällen zu Problemlösungen!
Anonymer User: oliver
02.02.10 15:06 Uhr
Man bedenke, dass die Mitwirkung dieses Parlamentariers schon zu Zeiten des früheren Regierungsrats gegen Entgeld in Anspruch genommen wurden.
Seien wir aber ehrlich, welche grossen Würfe aus diesem Departement wurden denn nicht von externen Beratern eingekauft?
Anonymer User: Thierry Burkart
02.02.10 11:29 Uhr
An Airo:

Zur Klarstellung: Ich wurde noch nie von Herrn Beyeler in irgend einer Sache beuaftragt. In Bezug auf Fluglärm habe ich noch nie Beratungen wahrgenommen. Die damals von der Aargauer Zeitung kolportierte Fristenproblematik ist in Bezug auf meine Person falsch. Ich hatte in dieser Angelegenheit nie ein Stück Papier in der Hand, einen Auftrag erhalten oder dergleichen. Damit hatte ich nachweislich schlicht nichts zu tun.

Mit freundlichen Grüssen

Thierry Burkar
Anonymer User: Airo
02.02.10 10:33 Uhr
Im politisch sehr heiklen Dossier „Fluglärm Aargau“ gewährt der Regierungsrat dem Grossen Rat keinerlei Mitsprache – ausser dem FDP-Grossrat Thiery Burkart. Im Anwaltstarif verrechnet dieser dem FDP-Regierungsrat Peter Beyeler seine politisch/rechtliche Beratung ohne iuristischer Spezialist dafür zu sein. Terminierte Fristen verpasst er fast, so dass der ganze Kanton Aargau gleichzeitig lacht und sich schämt. Mit welch schiefer Legitimation setzt Herr Burkhart sich nun in Szene?
Anonymer User: Bürger
02.02.10 10:05 Uhr
Da wird vergessen, dass es die Gewaltenteilung gibt. Ist Herr Schuhmacher im Grossen Rat noch frei, nachdem er von Frau Hochuli Geld kassiert hat? Recht haben Sie, Herr Burkart und Herr Glarner. Aber immer schön lächeln, Frau Hochuli. Offenbar braucht sie die Beratung aus dem Parlament!
Anonymer User: Trix
02.02.10 09:44 Uhr
Welch unheimliche Demokraten die FDP-Politiker doch geworden sind, die im Januar 2010 im Auftrag der SVP eine Motion zur Änderung des Wahlgesetzes eingereicht haben, damit kleinere Parteien wie BDP, GLP und andere ganz aus dem Parlament fliegen. Und nun hier mit Scheinheilgkeit noch etwas künstliche Aufregung verbreiten…. Herr Glarner, Herr Burkart, welch dirty networking betreiben Sie – und das in Vertretung des Volkes ???
Anonymer User: Libero
02.02.10 09:27 Uhr
Dass Regierungsrätin Susanne Hochuli darum erfolgreich ist, weil sie gut qualifizierte Leute in den Prozess einbezieht, scheint die beiden Warmluftventilator-Grossräte Burkart (FDP) und Glarner (SVP) ebenso sehr zu wurmen, wie dass der ausgezeichnet qualifizierte Schuhmacher (GLP) mit seiner Grünliberalen Fraktion sehr gut auf Kurs ist, im Gegensatz zur serbelnden FDP.
Anonymer User: Manu
02.02.10 08:23 Uhr
So ganz unrecht haben die zwei SVP-ler auch wieder nicht. Hochuli ist dem Ganzen nicht gewachsen, kein Durchsetzvermögen. Eben, immer lächelnd und kuschelig. Schrecklich!
Anonymer User: beobachter
02.02.10 05:29 Uhr
Die Scheinheiligkeit der Herren Burkart und Glarner ist unerträglich: Burkart schiesst gegen Schumacher, weil dieser in früheren Jahren aus verständlichen Gründen aus der FDP-Fraktion ausgetreten ist und sich den Grünliberalen zuwandte. FDP-Vize Burkart kann dies nicht verstehen ... Und Glarner weiss nicht einmal, dass es SVP-Regierungsrat Hasler war, der die Feedback-Runde ins Leben gerufen hat! Gibt es keine wichtigeren Themen als Personalknatsch? Aargauer Politik: Quo vadis ...
Anonymer User: Geneigter Leser
01.02.10 18:52 Uhr
Burkhart und Glarner sind offenbar nicht einmal in der Lage, einen simplen Sachverhalt gleich vor der Haustüre zu recherchieren. Und solchen Leuten vertrauen wir unseren Kanton an? Das kann ja nicht gut gehen.
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