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Linksautonome: Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei

Demoliert: Telefonzelle in der Igelweid. (Michael Spillmann) Quelle: AZ
Demoliert: Telefonzelle in der Igelweid. (Michael Spillmann) Quelle: AZ

Die Polizei kesselte am Samstag am Aarauer Bahnhof 30 Autonome ein, in der Stadt kam es trotzdem zu Sachbeschädigungen – und zu 20 Festnahmen.

Michael Spillmann

Die Information der Berner Polizei erreichte die Kantonspolizei am späten Samstagnachmittag: In einem Zug seien rund 30 junge Linksautonome, die zuvor in der Hauptstadt an der Kundgebung gegen den «Überwachungsstaat» teilgenommen hätten, auf dem Weg in Richtung Aarau unterwegs. Als der Zug nach 19 Uhr einfuhr, wartete auf dem Perron bereits die Polizei.

Die mehrheitlich unter 20 Jahre alten Männer und Frauen wurden überwacht und polizeilich erfasst. Schliesslich begleiteten Polizisten die ungebetenen Gäste im Zug zurück nach Bern. Während der Fahrt sei es im Zug zu kleineren Sachbeschädigungen gekommen, erklärte Kapo-Sprecher Bernhard Graser. «Sie wollten offenbar in Aarau eine unbewilligte Kundgebung durchführen», so Graser.

Wer nun dachte, jetzt kehre wieder Ruhe ein, hatte sich getäuscht. Nach 20 Uhr tauchten an verschiedenen Orten in der Stadt - etwa in der Innenstadt oder in der Telli - kleinere Splittergruppen von Linksautonomen auf. Zudem gingen bei der Polizei Meldungen über Sachbeschädigungen ein. «Solche Zusammenrottungen dulden wir nicht», so Kapo-Sprecher Bernhard Graser.

Pyro-Material konfisziert

Die Kapo und die Stadtpolizei griffen ein. Sie nahmen 20 Personen vorübergehend fest. Im Polizeikommando wurden die Autonomen durchsucht, wegen Landfriedensbruch verzeigt und weggewiesen. Gegen 24 Uhr mussten die Autonomen den Heimweg antreten. Die Polizisten beschlagnahmten Pyro-Material, Vermummungsmaterial und ein Transparent.

Aus Genf und der Ostschweiz

Was auffällt: Von den festgenommenen Autonomen - wie auch von den beim Bahnhof zurückgehaltenen Personen - stammt nur eine Minderheit aus der Region. Die Mehrheit reiste aus Zürich, Genf oder der Ostschweiz an. «Was sie wollten, ist unklar», sagt Graser, « sie haben in den meisten Fällen die Aussage verweigert.»

 

Quelle: Aargauer Zeitung

Letztes Update: 06.12.09, 18:26 Uhr

4 Kommentare zum Thema:
Anonymer User: Peter
07.12.09 13:04 Uhr
Die abgebildete Telefonkabine war übrigens schon am Samstagmorgen kaputt. Aber die Richtigkeit von Text und Bild spielt in der AZ schon seit langem keine Rolle mehr.
Anonymer User: Aargau
07.12.09 10:59 Uhr
Die linken dürfen das! Insbesondere JUSO Präsident! Pfui!
Anonymer User: Micro
07.12.09 10:06 Uhr
Wie nicht anders zu erwarten war, spielte der JUso Präsident auch mit. Aber das ist ja selbstverständlich bei ihm.
Anonymer User: rd
07.12.09 09:03 Uhr
Ich bin der Meinung, dass da die Eltern ihr Sorgerecht der Kinder nicht erfüllt haben. Zudem sollten solche Randalierer viel stärker Bestraft werden. Es geht den Jungen zugut und wissen nicht woher das Geld kommt und wie man damit umgeht. Es liegt jetzt an unserer Regierung/Justitz, dass härtere Gesetzte geschaffen werden für solche fälle. Es kann doch nicht sein, dass Kanton/Gemeinden/versicherungen für solche Fälle zahlen müssen. Da sollten die Eltern zur Kasse gebeten werden.
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