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Tempo 30: Das Ziel ist noch nicht erreicht

Statt der erwünschten 80 Prozent halten sich lediglich zwei Drittel der Automobilisten ans Tempolimit. Nun wird nachgerüstet.

Flavio Fuoli

Im Jahr 2007 richtete die Gemeinde Urdorf im Gebiet Bodenfeld-/Neumattstrasse und Stüdacker eine flächendeckende Tempo-30-Zone ein. «Wir haben dabei das ganze Gebiet berücksichtigt und Einfahrtsituationen konstruiert», erklärte Werkvorstand Jürg Pauli auf Anfrage. Allerdings sei die Temporeduktion mit minimalen Massnahmen realisiert worden, so Pauli weiter.

Breite Strassen verführen

Man habe über einen längeren Zeitraum zusammen mit der Polizei und der Urdorfer Sicherheits- und der Werkabteilung den Verkehrsfluss überprüft. Dabei habe sich herausgestellt, dass trotz Tempo-30-Massnahmen noch zu oft zu schnell gefahren worden sei, wie der Gemeinderat mitteilte.

«Die relativ breit und gerade ausgestalteten Strassen führen dazu, dass fast jeder dritte Automobilist schneller als mit den erlaubten 30Stundenkilometern fuhr», konstatierte der Gemeinderat. Jürg Pauli meint: «Nach drei Jahren zeigt sich, dass das angestrebte VA80, also 80 Prozent der Automobilisten, die korrekt fahren, nicht erreicht wird. Wir müssen deshalb nachrüsten.»

Der Gemeinderat will nun mit «geeigneten Massnahmen», wie er schreibt, die Verkehrssituation im ganzen Quartier verbessern. Im Zusammenhang mit Spezialisten des Gemeindeingenieuerbüros Sennhauser, Werner und Rauch und der Polizei erarbeitet er gegenwärtig ein Projekt zur punktuellen Verstärkung der bestehenden Tempo-30-Massnahmen, wie er weiter mitteilt. Wie sieht dieses Projekt aus? Jürg Pauli erklärt: «Es wird zu baulichen Veränderungen kommen, etwa bei Parkplätzen. Auch werden Berliner Kissen verlegt.

Die Tempo-30-Massnahmen werden allgemein verschärft. Unter anderem mit sicheren Fussgängerüberquerungen an zwei Orten.» Laut Gemeinderat soll sich die Sicherheit der Fussgänger und -gängerinnen, insbesondere der Schulkinder, sowie der Velofahrerinnen und -fahrer erhöhen.

«Wesentliche Beruhigung»

Bekanntlich sind in Urdorf an der Birmensdorfer- und der Feldstrasse Sanierungen und eine Redimensionierung geplant. Dabei seien auch gewisse weitere geschwindigkeitshemmende Hindernisse im Bereich der Quartiereinfahrten geplant, wie etwa Trottoirüberfahrten, wie der Gemeinderat mitteilte. Deshalb erhoffe er sich generell eine wesentliche Verkehrsberuhigung in den betroffenen Strassenzügen und Quartieren. Dazu ist allerdings zu sagen, dass die Massnahmen an der Birmensdorfer- und Feldstrasse um je ein Jahr ins 2011 und 2012 verschoben worden sind.

 

Quelle: Limmattaler Zeitung

Letztes Update: 10.07.10, 09:51 Uhr

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