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Putzhilfen – wie finden und abrechnen?

Putzhilfe

Sind Sie berufstätig und möchten nach verrichteter Arbeit wieder mehr Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens haben? Dann kann Ihnen eine professionelle Putzperle wenigstens einen Teil der Hausarbeit abnehmen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen.

Von Nadine Ellis

Wer eine Putzhilfe anstellt, wird automatisch zum Arbeitgeber und muss sich daher um die Sozial- und Unfallversicherung der Putzkraft kümmern. Für Privathaushalte gibt es seit einigen Jahren ein vereinfachtes Abrechnungsformular, das eingereicht werden kann, sofern die angestellte Person nicht mehr als 21’150 Franken pro Jahr verdient.

Sozialabgaben

Mit diesem Formular zahlt der Arbeitgeber die Quellensteuer für die Putzkraft voraus und zieht sie direkt vom Lohn ab. Der Vorteil: Die Putzhilfe muss ihren Lohn nicht noch nachträglich versteuern. Von der Ausgleichskasse erhält sie eine Bescheinigung über die bereits abgelieferte Steuer, die sie dann einfach der Steuererklärung beilegen kann. Das Anmeldeformular „Vereinfachtes Abrechnungsverfahren für Arbeitgebende“ können Sie bei der Ausgleichkasse Ihres Kantons anfordern. Am Ende des Jahres erhalten Sie dann von der Kasse ein Formular für die Jahresabrechnung, auf der Sie die Lohnsumme Ihrer Putzkraft des vergangenen Jahres angeben. Basierend auf Ihren Angaben schickt Ihnen die Ausgleichskasse anschliessend eine Rechnung für alle Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV 12,45%) und die Quellensteuer (5%). Davon können Sie den Arbeitnehmerteil (6,225%) und die Quellensteuer vom Lohn ihrer Putzhilfe abziehen. Der empfohlene Bruttolohn liegt übrigens zwischen 25 und 30 Franken pro Stunde.

Obligatorische Unfallversicherung

Damit hat es sich noch nicht ganz mit den Kosten – hinzu kommen nämlich noch die Beträge für die obligatorische Unfallversicherung. Sollten Sie noch keine Unfallversicherung für Ihre Putzhilfe abgeschlossen haben, können Sie dies auf dem Anmeldeformular der AHV-Ausgleichskasse vermerken. Diese meldet die angestellte Person bei der UVG-Ersatzkasse an und sendet Ihnen im Anschluss die Rechnung der Versicherung zu. Kommen Sie jedoch nicht in Versuchung, bei den Kosten sparen zu wollen: Wer keine Sozialversicherungsbeiträge für seine Putzkraft abrechnet, riskiert sowohl Nachzahlungen als auch eine saftige Busse! Wichtig ist auch, alle Konditionen in einem Arbeitsvertrag festzulegen, wie es sich eben für eine korrekte Anstellung gehört.

Wo finde ich Putzhilfen?

Die Anschlagbretter im nahegelegenen Supermarkt sind eine Variante, Raumpfleger zu finden. Ob diese seriös und zuverlässig sind, lässt sich jedoch nicht auf den ersten Blick feststellen. Eine unkompliziertere Möglichkeit bietet sich daher in Form einer Online-Vermittlungsagentur. Eine solche Plattform ist beispielsweise die Agentur Book a Tiger, die seit 2014 Reinigungskräfte für Privathaushalte vermittelt. Dabei weist sie Ihnen geschulte Putzhilfen zu, die in einem Anstellungsverhältnis mit dem Unternehmen stehen und deren Sozialleistungen und sonstige Abgaben bereits im Stundenansatz enthalten sind. Somit fallen administrative Arbeiten, Bewilligungen und Rechnereien für Sie weg – im Schadensfall ist sogar ein Versicherungsschutz vorhanden. Und falls Sie mit der Arbeitskraft sehr zufrieden sind, bekommen Sie immer den gleichen Tiger zugewiesen, sodass eine persönliche Bindung und Vertrauen entstehen können.